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IFTTT – Trigger: HowTo

Mit dem beliebten Dienst IFTTT („If This Then That“) lässt sich zwar im Livisi-Smarthome eine Aktion auslösen, aber Ein Livisi-Ereignis kann nicht als IFTTT-Trigger eingesetzt werden, um in IFTTT eine beliebige Aktion auszulösen.

Es gibt aber eine Möglichkeit, diesen Nachteil auszugleichen, die im Folgenden beschrieben werden soll:

  1. Für den innogy Smarthome-Account den zwar nicht offiziell unterstützten, aber dennoch verfügbaren und bewährten Dienst „http-Request“ freischalten lassen. Das geht unkompliziert und kostenlos durch einen Anruf beim oder eine Mail an den innogy-Support. Bitte dabei den Usernamen oder die Seriennummer der innogy-Zentrale angeben.
  2. Im IFTTT-Account den Service „WebHooks“ suchen und aktivieren.
  3. Unter „Settings“ kann man dann eine URL finden, unter der dieser individuelle Webhook erreichbar ist, z.B. https://maker.ifttt.com/use/<Webhook-ID>
  4. Unter „MyApplets“ im IFTTT-Hauptmenü die Schaltfläche „New Applet“ aktivieren.
  5. Mit dem großen Pluszeichen den Trigger festlegen: im Suchfenster „Webhooks“ eingeben, es erscheint der zuvor definierte Webhook-Service. Diesen auswählen.
  6. Es erscheint eine Schaltfläche „Receive a web request“. Diese anklicken.
  7. Man kann nun einen Namen für diesen Trigger festlegen, z.B. „IFTTT_Test“.
  8. Nun die gewünschte IFTTT-Aktion festlegen
  9. Die getroffene Auswahl mit „Finish“ schließen. Es erscheint das fertige Applet auf dem Bildschirm.
  10. Nun die Smarthome-App öffnen.
  11. Ein neues Gerät vom Typ „http-Request“ hinzufügen.
  12. Dieses Gerät aufrufen und die Einstellungen öffnen.
  13. In das Feld „URL“ die folgende URL eintragen (Achtung: „http“ verwenden, NICHT „https“!): http://maker.ifttt.com/trigger…me>/with/key/<Webhook-ID> Also z.B.: „http://maker.ifttt.com/trigger…ID_Aus_Punkt_3_eintragen>“ Als Methode „POST“ auswählen
  14. Das Gerät abspeichern.
  15. Ein Szenario anlegen und die gewünschten Auslöser und Bedingungen eintragen
  16. Als Aktion „HTTP-Anfrage“ auswählen und das vorher angelegte Gerät auswählen.
  17. Als Verhalten „POST Anfrage senden“ wählen.
  18. Als Parameter „value1=1%value2=2&value3=3“ eintragen (für die Funktion eigentlich optional, aber für das Speichern des Szenarios erforderlich) .
  19. Szenario testen. Die Antwortzeit sollte höchstens einige Sekunden betragen.

© Michael Sagner

Rollladensteuerung am Morgen

Beispielanwendung: Rollladensteuerung am Morgen
© Michael Sagner 2022

In unseren Breitengraden bereitet für „Normalaufsteher“ die automatische Steuerung der Rollladen oft ein Dilemma, das durch die Tatsache verursacht wird, dass im Winter der Sonnenaufgang nach dem „Aufstehen“ erfolgt, im Sommer dagegen vor dem Aufstehzeitpunkt.

Im folgenden zeige ich, wie man die Rollladen so steuern kann, dass sie

  • Bei Sonnenaufgang geöffnet werden,
  • Jedoch nicht vor einer bestimmten Uhrzeit

Voraussetzungen:

  • Smarthome-Zentrale (SHC)
  • Sonnenauf/untergangs-Funktion (serienmäßig, ggf, freischalten)
  • Rollladenschalter (ISR2)

Wir legen ein neues Szenario an

Zunächst wählen wir ein Auslösekriterium aus:

Es erscheint eine Liste mit den zur Verfügung stehenden Kriterien.
Wir scrollen herunter bis zum Eintrag „Sonnenauf/-untergang“

Wir klicken auf den Eintrag und wählen dann „Sonnenaufgang“

Wichtig: Den Auslösezeitpunkt belassen wir auf „Exakt“ (sonst kommen wir mit der zweiten Regel (s.u.) ins Schleudern).

Wir klicken auf „Weiter“.

Wir müssen jetzt eine Bedingung hinzufügen, damit wir im Sommer nicht mit den Hühnern geweckt werden:

In der dann angezeigten Liste mit möglichen Bedingungen scrollen wir ganz nach unten bis zum Eintrag „Zeitpunkt“:

Hier bekommen wir jetzt die Auswahl, entweder einen Auslöser oder eine Bedingung zu wählen.
Wir wählen die Bedingung („Zeitraum“)

Wir können jetzt den gewünschten Zeitraum auswählen: geht die Sonne innerhalb dieses Zeitraums auf, dann werden die Rollladen geöffnet. Im Beispiel wählen wir den Zeitraum 06:30 bis 10:00 Uhr (bis 10 Uhr sollte die Sonne überall in Deutschland zu jeder Jahreszeit aufgegangen sein. Vor 6:30 möchten wir noch schlafen):

Zusätzlich können wir hier noch festlegen, ob dieser Zeitraum für jeden Wochentag oder z.B. nur an Werktagen gelten soll.

Mit „Weiter“ gelangen wir zur Auswahl der gewünschten Aktion:

Wir wählen aus der Liste „Rollladensteuerung“ aus und legen fest, welche Rollläden gesteuert werden sollen, im Beispiel die des Schlafzimmers:

Nach dem Klick auf „Weiter“ sehen wir das Szenario:

Für den Sommer sind wir also jetzt gerüstet, doch was ist im Winter?

Erinnern wir uns – wir wollten im Winter die Rollladen um 6:30 öffnen, obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen ist.

Wir bilden das ab, indem wir eine zweite Regel zum Szenario hinzufügen:

Wieder müssen wir zunächst ein Kriterium hinzufügen, diesmal einen Zeitpunkt:

Wir klicken auf „Zeitpunkt erreicht“ und stellen 6:30 ein. Auch hier können wir wieder festlegen, an welchen Wochentagen das gelten soll:

Da wir nicht wollen, dass die Rollladen jeden Tag, rund ums Jahr um 6:30 geöffnet werden, benötigen wir eine Bedingung:

Wir klicken auf „Bedingung oder Auslöser hinzufügen“.

Aus der dann erscheinenden Liste wählen wir dieses Mal „Sonnenauf-/-untergang“:

Jetzt müssen wir kurz nachdenken:

Die Rollläden sollen geöffnet werden, wenn es 6:30 ist und die Sonne schon aufgegangen ist, wenn es also bereits Tag ist.
Also klicken wir jetzt auf „Bedingung: Tag“:

Auch für die zweite Regel des Szenarios müssen wir eine Aktion festlegen.

Dies muss dieselbe sein wie in der ersten Regel:

Wir wählen wieder die Rolllade im Schlafzimmer und setzen sie auf 100%.

Der funktionale Teil des Szenarios ist damit fertig.

Das Szenario benötigt noch einen Namen, der frei wählbar ist. Zusätzlich kann ein erklärender Beschreibungstext eingegeben und das Szenario einer Kategorie zugeordnet werden.

Mit Klick auf „Speichern“ wird das Szenario in die Smarthome-Konfiguration übernommen und nimmt sofort den Betrieb auf.

„Stadtwerke“-App

Mit der „normalen“ Livisi-App lässt sich auf dem Smartphone nur jeweils ein Smarthome-Account bedienen. Hat man eine zweite Livisi-Zentrale, so muss man sich, um beide bedienen zu können, von der einen Zentrale ab- und an der anderen wieder anmelden.

Eine Möglichkeit, zumindest zwei Zentralen auf einem Smartphone parallel bedienen zu können, ist der Einsatz der guten alten „Stadtwerke“-App. Diese lässt sich parallel zur Livisi-App installieren und ermöglicht die Bedienung einer zweiten Zentrale. Man muss also nur noch im Task-Manager zwischen den beiden Apps hin- und herwechseln, um von der einen zur anderen Zentrale zu wechseln.

Doch Vorsicht: die „Stadtwerke“-App (die ursprünglich für die Smarthomevariante gedacht war, die über einige Stadtwerke vertrieben wurde) wird seit Ende 2020 nicht mehr weiterentwickelt. Sie könnte deshalb irgendwann ihre Funktion verlieren.

Hier steht die „Stadtwerke“-App zum Download zur Verfügung:

für iOS-Geräte: https://magentacloud.de/s/37dk2cWmGocBXLH

für Android-Geräte: https://magentacloud.de/s/6sYg7eMY2psLNcX

WLAN-Konfiguration löschen

Smarthome-Zentrale der 2. Generation – Löschen der WLAN-Konfiguration
© 2020 Michael Sagner

  1. Wir gehen davon aus, dass die Zentrale per WLAN verbunden ist. Drücken Sie die Pair-Taste ca. 5 Sekunden lang. Einige Sekunden später sollte sie dann beginnen, abwechselnd grün und orange zu blinken. Damit ist die Zentrale bereit, über Bluetooth-Funk eine Verbindung zu einem Tablet oder einem Smartphone aufzunehmen.
  2. In der innogy-App wählen Sie den Menüpunkt „Einstellungen | Netzwerk verwalten“.

  3. Klicken Sie jetzt auf die Schaltfläche „Kabelverbindung einrichten“
    Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und stecken Sie das Netzwerkkabel ein.
  4. Nach einigen Sekunden hat die Zentrale dann die Internetverbindung über das Kabel hergestellt:

  5. Klicken Sie jetzt auf „Zurück zur Übersicht“

     

    WICHTIG: Jetzt müssen die Zugangsdaten des WLAN entfernt werden. Klicken Sie dazu auf „Gespeicherten WLAN-Zugang löschen“.



    Zur Bestätigung hier bitte noch einmal auf „Zugangsdaten löschen“ klicken.

  6. Es erscheint dann die Bestätigung, dass die WLAN-Konfiguration tatsächlich gelöscht ist:

Antennentuning neue Zentrale

Smarthome-Zentrale der 2. Generation – Qualitätssteigerung der Funkverbindungen
© 2020 Michael Sagner

Ein HowTo in zwei Stufen

Die Smarthome Zentrale der 2. Generation besitzt, im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, nicht eine, sondern zwei interne Antennen für die Kommunikation mit den in der Wohnung bzw. im Haus verteilten Smarthome-Geräten.

Die eine Antenne funkt auf dem Bluetooth-Band und dient zum einen der Kommunikation mit den Medion-Bluetooth-Geräten, zum anderen spannt sie während der Inbetriebnahme der Zentrale bei Bedarf ein temporäres WLAN auf, um die Zentrale ohne feste LAN-Verbindung einrichten zu können.

Die zweite Antenne funkt auf dem 868 MHz-Band und bedient, wie schon bei der Zentrale der 1. Generation, die „klassischen“ Smarthome-Geräte wie Zwischenstecker, Unterputz- und Rollladenschalter, Heizkörperthermostate, Zwischenstecker usw.

Schon bei der Vorgängerzentrale hat der Ersatz der 868 MHz-Antenne durch eine externe Antenne immer dort Probleme behoben, wo häufige Unterbrechungen bzw. Störungen der Funkverbindungen für Ärger sorgten. Bei der neuen Zentrale ist es nicht anders; die interne Antenne ist ein Kompromiss zwischen kompaktem, einfachem Aufbau und Qualität der Funkverbindungen.

Bein näherem Hinschauen erkennt man, dass sich die Antenne der neuen Zentrale signifikant von der der Vorgängerzentreale unterscheidet.

Während in der Zentrale der 1. Generation ein einfacher, ca. 7 cm langer Draht als Antenne diente, ist es in der neuen Zentrale ein Drahtwendel von ca. 1 cm Länge. Solche gewendelten Antennen finden in der Funktechnik häufig Anwendung zur Verkürzung der Bauform, denn die funktechnisch wirksame Länge entspricht der Gesamtlänge des gewendelten Drahtes, also in erster Näherung 3,14 mal Durchmesser des Wendels mal Anzahl der Windungen.

HowTo 1 Optimierung der eingebauten Antenne:

Leider weist die Antenne der neuen Zentrale in der aktuellen Bauform (s. Abb.) einen Schwachpunkt auf. Die Wendelantenne ist kompakt und dicht gewickelt und in vielen Fällen berühren sich die einzelnen Windungen des Drahtes untereinander. Dadurch wird aber die wirksame „elektrische Länge“ der Antenne auf die Länge des Drahtwendels, d.h. ca. 1 cm, verkürzt. Die Folge ist eine eklatante Fehlanpassung der Antenne und damit eine schwache Sende- und Empfangsqualität.

Abhilfe kann man schaffen, indem man die Wendelantenne vorsichtig auseinanderzieht, z.B. mit Hilfe einer Pinzette oder einer Spitzzange. Wesentlich dabei ist, dass die einzelnen Windungen der Antenne sich nicht mehr berühren. Als Anhaltswert sollte man die Antenne auf eine Gesamtlänge von ca. 15 mm auseinanderziehen.

Mit dieser Maßnahme erreicht man in vielen Fällen bereits das Ziel, die Stabilität der Funkverbindungen zu den 868 MHz-Geräten deutlich zu verbessern.

Vorgehensweise:

Zunächst hebelt man vorsichtig mit Hilfe einer Schraubendreherklinge den Deckel des Zentralengehäuses ab. Bitte dazu die dafür vorgesehenen flachen Aussparungen an der Geräterückseite benutzen (oberhalb der Kabelanschlüsse). Dadurch werden unschöne Scharten am Gehäuse vermieden.

Dann mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher (ca. 2,0 mm x 30 mm) die vier Schrauben an den Gehäuseecken lösen. Eine dieser Schrauben ist frei zugänglich, die anderen sitzen in ca. 2 cm tiefen Schächten; es ist daher ein Schraubendreher mit schlankem Schaft notwendig.

Anschließend kann man das Gehäuse-Oberteil abheben, wodurch die Funkplatine freigelegt wird. Hier findet man dann die ca. 10 mm lange gewendelte Antenne, die an die Platine angelötet ist und auf einem kleinen Gummikissen liegt.

Man muss jetzt die Antenne vorsichtig etwas anheben, da sie mit dem Gummikissen leicht verklebt ist und kann sie jetzt mit Hilfe einer Pinzette oder einer spitzen Zange vorsichtig in die Länge ziehen.

Die Gesamtlänge der gedehnten Antenne sollte ungefähr zwischen 15 und 20 mm liegen. Wichtig ist dabei, dass die einzelnen Windungen deutlichen Abstand zueinander haben.

Im Anschluss kann das Gehäuseoberteil wieder aufgesetzt und verschraubt und der Gehäusedeckel wieder aufgesetzt werden.

HowTo 2 Externe Antenne:

Es gibt Fälle, in denen das einfache Dehnen der eingebauten Antenne keine ausreichende Verbesserung der Funkstabilität erzielt.

In solchen Fällen empfiehlt sich die Installation einer externen Antenne, wie sie bereits bei der Zentrale der ersten Generation vielfach erfolgreich angewendet wurde.

Da es sich um dieselben Geräte, mithin auch um dieselben Frequenzen handelt wie in der Zentrale der ersten Generation, können auch die gleichen Antennentypen zum Einsatz kommen. Sehr gute Erfahrungen wurden mit einer sog. „Groundplane“-Antenne gemacht.

Am besten beschafft man sich einen sog. „Pigtail“, also ein kurzes Antennenkabel von 10 – 15 cm Länge mit einer Antennenbuchse auf der einen Seite und offenen Drahtenden auf der anderen.

Die Seele dieses Antennenkabels wird jetzt, nachdem man die Wendelantenne abgelötet hat, statt dieser an die Funkplatine gelötet. Die Abschirmung des Pigtails wird, evtl. mit Hilfe eines kurzen Stücks isolierter Litze, mit einem Massekontakt verlötet (s. Abbildung).

Der freiliegende, nicht abgeschirmte Teil des Pigtails sollte so kurz wie irgend möglich sein, da er bereits als Antenne wirkt. Auch das Stück Litze, mit dem die Abschirmung auf Masse gelegt wird, sollte so kurz wie möglich sein.

Um das Kabel in den Anschlussraum für USB-Dongles zu führen, kann man (z.B. mit Hilfe eines Seitenschneiders) eine Aussparung in das Gehäuse schneiden.

Zur Befestigung der Antennenbuchse des Pigtails bohrt man ein passendes Loch in die Rückwand des Gehäuseoberteils und verschraubt die Antennenbuchse darin.

D:\Nextcloud\innogy\20200130_113947.jpg

Die Antenne sollte mindestens 80 cm entfernt von der Zentrale aufgestellt werden, so dass sie sich nicht im Nahfeld der Prozessorplatine befindet, die selbst durch ihre hohe Taktfrequenz ein Störfeld um sich herum erzeugt.

Bezugsquellennachweis für die Groundplane-Antenne:

Antenne: Aurel GP 868 Groundplane-Antenne, zu beziehen über Conrad Elektronik Bestell-Nr. 190123-62, € 39,95

Pigtail: https://www.amazon.de/gp/product/B06VY62QF1/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

BNC-Adapter: https://www.amazon.de/gp/product/B06XYJJDTV/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

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